Sir James Dyson (* 2. Mai 1947 in Norfolk) ist ein britischer Erfinder, Unternehmer und Künstler. Bekannt wurde er durch den nach ihm benannten beutellosen Staubsauger, der nach dem Prinzip der Fliehkraftabscheider funktioniert.
Dyson besuchte die Gresham's School in Norfolk und studierte von 1966 bis 1970 Möbeldesign und Innenarchitektur am Royal College of Art, ehe er sich dann der Technik zuwandte.
Nachdem er beobachtet hatte, dass bei herkömmlichen Staubsaugern die Saugleistung mit zunehmendem Füllstand des Staubbeutels abnimmt, konstruierte er Mitte der 1980er Jahre einen Staubsauger, der nach einem anderen Prinzip arbeitet. Das Modell G force wurde im Jahr 1990 vorgestellt und von einer japanischen Firma lizenziert, die es zu einem Preis von 2000 Dollar je Gerät verkaufte. Aus den Lizenzeinnahmen gründete Dyson eine eigene Firma mit Entwicklungsabteilung in Malmesbury (Wiltshire) und brachte verbesserte Nachfolgemodelle auf den Markt.
Während seine Idee anfangs von den anderen Staubsauger-Herstellern abgelehnt wurde, hat Dyson diese Hersteller heute teilweise überrundet; beispielsweise wurde Anfang 2005 berichtet, die Firma sei in den Vereinigten Staaten der Marktführer (nach Umsatz, nicht nach Stückzahlen). Inzwischen haben auch andere große Staubsauger-Hersteller beutellose Staubsauger entwickelt; Dyson verklagte Hoover auf Patentverletzung und bekam rund fünf Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen.
Inzwischen wurde die Fertigung von Großbritannien nach Malaysia verlagert, teils aus Kostengründen, teils wegen Schwierigkeiten, die Fabrik vergrößern zu können. Die Verwaltung und Entwicklung bleiben jedoch am alten Standort. (Quelle: Wikipedia)
* Fliehkraftabscheider, manchmal auch Zyklonabscheider genannt, dienen zur Absonderung von in Gasen enthaltenen festen oder flüssigen Partikeln (zum Beispiel zur Abgasreinigung) oder zur Absonderung von in Flüssigkeiten enthaltenen festen Partikeln. Das Gas bzw. die Flüssigkeit wird in eine Drehbewegung versetzt. Die auf die Partikel wirkenden Zentrifugalkräfte beschleunigen diese radial nach außen. Sie werden dadurch vom Gasstrom bzw. Flüssigkeitsstrom getrennt, der nach innen geleitet und abgeführt wird (Quelle: Wikipedia).
Weitere Produkte der Firma Dyson sind unter Anderem eine Schubkarre, die einen Ball statt eines Rades hat, was das Schieben vereinfacht, sowie eine Waschmaschine mit zwei gegenläufig rotierenden Trommeln. Eine Besonderheit an Dyson-Produkten sind die auffälligen Farben und das charakteristische Design. Beispielsweise ist bei den Staubsaugern die zylindrische Abscheidungskammer ein zentrales Design-Element (Quelle: Wikipedia).
Nicht nur Dyson allein erfindet, sondern auch seine Ingenieure beschäftigen sich permanent mit den unterschiedlichsten Produkten - unter anderem mit Waschmaschinen. Dabei machten die Ingenieure eine überraschende Entdeckung: Durch das Waschen von Hand ließen sich bessere Waschergebnisse erzielen als in Waschmaschinen mit einer Trommel. Bei einer Handwäsche werden die Wäschestücke ständig bewegt und der Schmutz kann so rasch und effektiv entfernt werden.
Mit den Bewegungsabläufen der Handwäsche als Vorbild, konstruierten die Dyson-Ingenieure dann eine Waschmaschine mit zwei Trommeln, die gleichzeitig in entgegengesetzte Richtungen rotieren.
Im Jahr 2000 wurde der Dyson Contrarotator auf dem britischen Markt eingeführt: Die erste Waschmaschine mit zwei entgegengesetzt rotierenden Trommeln. Da der Contrarotator Schmutz effektiver entfernt, kann er Wäsche sauberer, rascher und in größeren Mengen waschen. (Quelle: Dyson.at)
Aufwärts fließendes Wasser
Im Jahr 2002 machte sich Dyson daran, die optischen Täuschungen des niederländischen Künstlers M.C. Escher Realität werden zu lassen. Der Ingenieur Derek Phillips bewältigte diese Aufgabe und erschuf im Lauf eines Jahres eine Skulptur, in der das Wasser scheinbar über vier im Quadrat angeordnete Rampen nach oben fließt und dann in Wasserfällen hinunter zum Fuß der jeweils nächsten Rampe fällt. Das Werk mit dem Titel Wrong Garden wurde im Frühjahr 2003 auf der Chelsea Flower Show gezeigt. Es basiert darauf, dass mit Luftblasen angereichertes Wasser unter einer durchsichtigen Plexiglasscheibe nach oben zum Wasserfall gepumpt wird, so dass das Wasser auf den Rampen scheinbar nach oben fließt, jedoch als dünner Film über dem Plexiglas nach unten läuft; was man sieht, sind die Luftblasen des nach oben gepumpten Wassers unter dem Plexiglas (Quelle: BBC News).
Keine weiterführenden Ressourcen vorhanden.
Artikel im online Stern: Der den Staub zähmte.
Artikel auf netzeitung.de: Wie Dyson die Männer das Saugen lehrte.
Interview auf netzeitung.de: Die Technologie ist wichtig, nicht die Marke.

Erfolgreiches Design und neue Ideen sind meist nicht alles, auch ein gutes Geschäftsmodell muss hinter der Erfindung stehen.