
Die Welt ist gespalten. In Kaffee-mit-Milch-TrinkerInnen und Kaffee-Schwarz-TrinkerInnen, in Nutella-mit-Butter-EsserInnen und Nutella-ohne-Butter-EsserInnen, in Wassereis- und MilcheisesserInnen, ... und eben auch in PC-UserInnen und Mac-UserInnen. Und in dieser Angelegenheit sind die Fronten absolut verhärtet. Wer sich einmal für eine Seite entschieden hat, bleibt zumeist auch dabei und kann nur wenig bis kein Verständnis für die andere Seite aufbringen. So war und ist die PC-Community schon aus der Geschichte heraus noch immer größer als die der Apfel-Liebhaber und –Liebhaberinnen. Dennoch ist letztere am Wachsen. Doch mit einem kleinen elektronischen Gerät ist es Apple gelungen, die UserInnen diese Grenzen durchbrechen zu lassen. Die Rede ist natürlich vom iPod, dem beliebtesten und meistverkauften tragbaren Musikabspielgerät der Welt. Der erste iPod kam 2001 auf den Markt und war damals nur mit Mac-Computern kompatibel. Mittlerweile können iPods auch mit PCs verbunden werden, was dazu geführt hat, dass auch die eingefleischtesten PC-UserInnen zum kleinen, hübschen I-Pod griffen und greifen. Was macht ihn nun so besonders? Auf jeden Fall ist es das Design, das wie auch andere Apple-Produkte einerseits sehr schlicht ist und auf der anderen Seite durch farbliche Kontraste begeistert. Von Anfang an grenzten sich die Mac-Produkte durch ihr „freches“ Auftreten von denen der Konkurrenz ab. So ist es auch mit dem iPod. Seine einzigartige Menüführung, die übrigens schon in der ersten Generation vorhanden war, macht ihn leicht bedienbar. Der wohl größte Kritikpunkt am iPod ist, dass er praktisch nur mit der hauseigenen Software iTunes bespielbar ist. Alles andere ist für Laien eher unumsetzbar.
Lange galten Macs als Produkte für eine Avantgarde unter den Computer-UserInnen. Diese Annahme verlor in den letzten Jahren mehr und mehr an Bedeutung, denn es ist unschwer zu leugnen, dass sich immer mehr weiße Laptops mit einem leuchtenden Apfel darauf in Cafes, Bibliotheken und Büros tummeln. Dennoch erreichte man erst mit dem I-Pod eine wirklich breite Masse.
Jon Rubinstein stellte im Februar 2001 Steve Jobs, einem der beiden Apple-Gründer, eine erste, nur 1,8 Zoll messende Festplatte und die Idee eines iPod vor. Steve Jobs antwortete ihm: „Go for it!“. Am 23. Oktober 2001 stellte man den ersten iPod mit 5 Gigabyte-Festplatte vor. 2002 wurde die zweite Generation der iPods angekündigt. Diese sollten nun mit einer 10 oder 20 GB großen Festplatte, einem berührungssensitiven Scrollrad und einer Fernbedienung im Kopfhörerkabel ausgerüstet werden. Außerdem sollten beide Modelle auch als Windows-Version erhältlich sein.
In den kommenden Jahren folgte Neuerung auf Neuerung, Verbesserung auf Verbesserung. Heute ist der iPod bereits in der fünften Generation und hat nichts an Beliebtheit eingebüßt, ganz im Gegenteil. Seine Funktionen wurden soweit ausgebaut, dass mittlerweile nicht nur Musik gehört werden kann, sondern auch Fotos angeschaut und Videos abgespielt werden können.
Apple Homepage
Wikipedia, iPod
Dumont Designlexikon, USA