Joyn

Joyn, das ist ein System von Büromöbeln, das aus der Feder der jungen französischen Designer-Brüder Ronan und Erwan Bouroullec stammt. Im Jahr 2002 erdachten sie es in Zusammenarbeit mit der Hersteller-Firma Vitra. Diese stellt zwar nicht ausschließlich Büromöbel her, orientiert sich aber in diesem Sektor an einer speziellen Firmenphilosophie, die Design, Material und Zusammenstellung ihrer Produkte beeinflusst. Das Joyn-System, bestehend aus Arbeitstischen, -bänken und -pulten, soll sich ganz und gar in den Dienst einer neuen, offenen Arbeitsatmosphäre stellen. Diese Arbeitsmöbel sind gemacht für Open-Space-Offices und sollen Flexibilität und gleichzeitig Individualität am Arbeitsplatz erlauben. Das Prinzip, das hierbei verfolgt wird, nennt Vitra auf der Firmenhomepage Net‘n’Nest – die Joyn-Büromöbel sollen also Kommunikation, Vernetzung und Interaktion unter den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen befördern, gleichzeitig aber jeder Arbeitskraft einen Rückzugsort, ein eigenes kleines Nest zur Verfügung stellen. Das Design ist leicht – überwiegend sind die Möbel in dezentem weiß gehalten, auch Naturfarben, vor allem Brauntöne, sind im Sortiment zu finden. Die Formen sind einfach und unprätentiös.

Vitra und die Freude an der Arbeit

 

Die Firma Vitra entwickelte sich aus einem 1934 gegründeten Ladenbauunternehmen und wurde 1950 gegründet. Von Beginn an spezialisierte sich das Unternehmen auf die Herstellung von Stühlen, ab den späten 1950er Jahren wurden auch zunehmend andere Möbel ins Angebot aufgenommen. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Designern ist schon seit langer Zeit eine rege, auffällig ist der Mut zur Innovation. So wurde etwa 1976 einer der ersten ergonomischen Bürostühle, der „Vitramat“, von der Firma präsentiert. Auf ihre lange Tradition in der Bürostuhl- und –möbelbranche ist das Unternehmen sichtlich stolz. Im Mittelpunkt ihrer Firmenphilosophie stehen Praktikabilität bei gleichzeitigem Komfort und die bestmögliche Förderung der Arbeitsmotivation durch das passende Arbeitsumfeld. Seit den 1990er-Jahren gibt es die gesonderte Kollektion „Vitra Office“, die in Zusammenarbeit mit unzähligen namhaften Designern praktikable und miteinander kompatible Bürosysteme zum Inhalt hat. Auch die Joyn-Möbel sind Teil dieses Unternehmenszweigs. Ebenso werden auch Möbel für den Gebrauch zu Hause und im öffentlichen Raum hergestellt. Design, Qualität und philosophisches Backup haben allerdings ihren Preis – Studierende und Sparsame sollten sich lieber weiterhin an Ikea und Mömax orientiern.

Foto: www.vitra.com

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