
Mit den Legosteinen, die in einem Jahr verkauft werden, könnte die Welt mehr als fünf Mal umrundet werden. Jeder Mensch besitzt durchschnittlich 62 Legosteine. Seit 1949 wurden ca. 400 Milliarden Legosteine produziert. Alle Kinder dieser Welt zusammen, spielen 5 Milliarden Stunden LEGO im Jahr!
Klingt unglaublich, ist aber wahr. LEGO zählt zu den beliebtesten (Kinder-) Spielsachen überhaupt. Die wahnwitzigen Zahlen vermitteln einen Eindruck davon, wie gigantisch die Verbreitung und wie hoch der Beliebtheitsgrad der kleinen bunten Steinchen ist.
Die Geschichte von LEGO beginnt im Jahr 1932, als der dänische Tischler Ole Kirk Christensen ein Unternehmen gründete, das zunächst nur Holzspielzeug herstellte. Vom dänischen „leg godt“ was so viel heißt wie „spiel gut“, leitete er den Begriff LEGO ab, ein Name der schon bald Weltgeschichte schreiben sollte. 1949 nahm er die Plastikbausteine einer englischen Firma ins Sortiment. Diese Steine hatten zwar schon Noppen an der Oberfläche, die ein aufeinander stapeln leichter machten, der Innenraum der Bauklötze war jedoch komplett hohl, was eine Beeinträchtigung der Stabilität hervorrief. Dieses Problem wurde beseitigt, indem in die Unterseite der Steine hohle Röhren integriert wurden. Diese Methode des Einzapfens wurde von den bereits im 19. Jahrhundert bekannten, aus Steinmehl gepressten Ankerbausteinen übernommen und durch LEGO auf ein 8-mm-System auf Plastikbasis übertragen. Die Bauweise setzte sich durch und wird noch immer verwendet.
Das besondere an LEGO ist nach wie vor, dass es unendliches Potential bietet. Bei zwei Acht-Noppen-Steinen, rechnet LEGO vor, ergeben sich 24, bei vier 1060 und bei sechs über 100 Millionen Kombinationsmöglichkeiten. Durch den pädagogischen Funktionalismus sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.
LEGO ist aber durchaus nicht nur in Kinderzimmern zu finden. Zum Beispiel Stararchitekt und Karikaturist Gustav Peichl ließ seine StudentInnen regelmäßig ihr architektonisches Geschick an Legosteinen erproben. Auch werden jährlich LEGO-Weltrekorde gebrochen, der letzte vor kurzem in Wien. Am Rathausplatz wurde der höchste LEGO-Turm der Welt von den wahrscheinlich kleinsten BauerarbeiterInnen der Welt aufgebaut. 29,485 Meter war der LEGO-Riese hoch.
LEGO weiß seine Vormachtsstellung zu verteidigen. Plagiate werden rigoros bekämpft, Kooperationen ausschließlich mit multi-nationalen Konzernen wie z.B. McDonald’s oder Kellog’s geschlossen, die der Bekanntheit von LEGO um nichts nachstehen.
Längst gibt man sich nicht mehr nur mit einfachen Baukästen zufrieden. Die Produktpalette wurde ständig erweitert, anfänglich etwa durch Platten und Schrägdach-Teile, später um Räder, transparente Steine und Figuren. Heute gibt es Tausende verschiedene Bauteile. Nach wie vor können aber alle auf irgendeine Weise miteinander kombiniert werden. Egal ob die Steine aus den 60ern stammen oder gestern gekauft wurden, sie passen zusammen.
Nachdem im Jahr 2003 erhebliche Verluste gemacht wurden und das auf Fehler im Marketing (zum Beispiel das Auflassen der Kindermarke DUPLO) zurückgeführt wurde, besann man sich bei LEGO auf eine Rückkehr zu bewährten Themen. Erste Erfolge zeigten sich bereits im ersten Quartal 2005, als die Verluste erstmals wieder reduziert werden konnten
Wikipedia, LEGO
Hompage von LEGO
Dumont Designlexikon, Skandinavien