Stefano Giovannoni wurde 1954 in La Spezia geboren. Er beendete 1978 sein Architekturstudium in Florenz und arbeitet und lebt derzeit in Mailand. Seit 1979 forscht und unterrichtet er an der Fakultät für Architektur in Florenz, an der Domus Fakultät in Mailand und an der Progetto Universität in Reggio Emilia. Er arbeitet als Industrie Designer, als Raumgestalter und Architekt.
In den 1980er Jahren gründet Stefano Giovannoni mit Guido Venturini das Studio King-Kong. Gemeinsam entwerfen sie die äußerst erfolgreiche Reihe "Girotondo" für Alessi, die zahlreiche Haushalts- und Gebrauchsgegenstände aus Metall und Kunststoff mit dem charakteristischen ausgestanzten Strichmännchen umfasst (Quelle: Namen der Kunst).
Giovannoni ist eines der Gründungsmitglieder des "Bolidist Movement". Seine Interessen sind vielschichtig, er bezieht sich in seinen Designs aber sehr stark auf Cartoons und Science Fiction bzw. unwirkliche und künstliche Erfindungen (Quelle: Designboom).
Giovannoni hat schon für Alessi, Magis, Flos, Fiat, Seiko, Siemens, Laufen, Oras, Inda, Henkel, Oregon Scientific, Hannster, Deborah, Lavazza, Kankio, 3m, Domodinamica, Helit, etc. gearbeitet.
1991 hat er den Italien Pavillon auf der Ausstellung „Les Capitales Europeenes du nouveau design“ beim Centre Georges Pompidou entworfen. Ebenso hat er bei verschiedenen internationalen Wettbewerben teilgenommen, wie zum Beispiel bei der Shinkenchiku Residental Design Competition in Tokyo 1981, der Competition for a square at Santa Croce sull’Arno in Florenz 1980 (1. Platz) und bei der Competition fort he restructuring of the historical centre at Casteldisangro – Aquila 1989 (mit Andrea Branzi und Remo Buti, 1. Platz).
Giovannoni gewann auch noch diverse andere Preise und seine Arbeiten sind Teil der regulären Ausstellung im Centre Georges Pompidou in Paris und im MOMA in New York.
In den 1990er Jahren entwirft Stefano Giovannoni zahlreiche weitere originelle Designs und Alessi-Klassiker, wie den Obstbehälter "Fruit Mama" (1993), die Toilettenbürste "Merdolina" (1993), die Salz- und Pfeffer-Streuer "Lilliput" (1993). 1995 entwirft Stefano Giovannoni die Dose "Mary Biscuit" aus leuchtend buntem Kunststoff mit überdimensionalem Keks auf dem Deckel. Von 1998 ist die "Ship Shape" Butterdose, von 2000 der Eierbecher "Cico". 2003 gestaltet Stefano Giovannoni die "Mami"-Reihe mit Töpfen, Geschirr und Küchenmessern. (Quelle: Namen der Kunst).
Alessi ist der Name der bekannten italienischen Designfabrik von Alberto Alessi in Omegna (Region Piemont), die von dessen Großvater, Giovanni Alessi, 1921 gegründet wurde (nicht zu verwechseln mit Galeazzo Alessi, einem italienischen Architekten der Hochrenaissance).
Das umfangreiche Produktionsprogramm reicht von verspielten Stylingprodukten bis hin zu Re-Editionen von Designklassikern des Bauhauses. Allein 2000 Küchenartikel sind lieferbar; 2002 wurde ein Badprogramm eingeführt. Das Unternehmen beschäftigt 500 Mitarbeiter, der Jahresumsatz beträgt 108,5 Mio. Euro und es hat Kunden in 70 Ländern, wobei Deutschland wichtigster Exportmarkt ist (Stand 2002).
Bekannte Designobjekte aus der Alessi-Produktion sind beispielsweise die Wasserkessel von Michael Graves (1985) und Richard Sapper (1983) sowie die in ihrer Funktionalität umstrittene Zitronenpresse Juicy Salif von Philippe Starck (1990). (Quelle: Wikipedia und Alessi)