
Die Mayday-Leuchte wurde 1998 vom deutschen Designer Konstantin Grcic für den italienischen Leuchtenhersteller Flos entworfen. Auch zehn Jahre später gehört die Leuchte noch immer zu den absoluten Klassikern. Was sie so besonders macht, ist einerseits das schlichte Design, andererseits die gleichzeitige Multifunktionalität. Sie ist weder Stehlampe, noch Deckenleuchte noch Pendelleuchte. Sie ist alles in Einem. Sie findet dort Anwendung, wo sie gebraucht wird. Sei es beim handwerklichen Arbeiten oder im Wohnraum. Die Lampe kann am funktionalen Griff getragen, daran aufgehängt oder wenn das Kabel darum gewickelt wird, einfach abgestellt werden. Sie sieht aber auch im Wohnraum – hier kann sie als Decken- oder Bodenleuchte verwendet werden – verdammt gut aus. Sie ist zudem deshalb so praktisch, weil sie ein Kabel in der Länge von 4,85 Metern hat, das jederzeit auf den in verschiedenen Farben erhältlichen Griff, gewickelt werden kann. Auch die Bedientaste ist direkt am Griff angebracht. Wiegen tut das hübsche Ding nur 900 Gramm, ein weiterer Grund sie überall dorthin mitzunehmen, wo sie gebraucht wird. Einziger Nachteil: allzu billig ist das Multitalent nicht. 75 Euro blättert man für eine Mayday hin.
2001 wurde die Leuchte mit dem Compasso d´Oro ausgezeichnet und ist in die ständige Sammlung des Museum of Modern Art in New York aufgenommen worden.
Konstantin Grcic zählt heute zu den bedeutendsten Designern in Deutschland. Begonnen hat alles mit einer Lehre zum Möbeltischler am Parnham College in England. Danach studierte er von 1988 bis 1990 am Royal College of Art in London im Fach Design. 1991 gründete Grcic sein eigenes Büro in einem Hinterhof im Zentrum Münchens das zugleich Atelier und Werkstatt ist. Seither herrscht dort unter dem Namen „Konstantin Grcic Industrial Design“ reger Betrieb. Er entwirft Möbel, Objekte und Leuchten für Namhafte Anbieter wie z.B. Authentics, Flos, Driade, Iittala und Magis. Die Produkte Grcics zeichnen sich durch einfache Designs aus, die auf das Wesentliche reduziert sind und teils ein wenig eigensinnig wirken. Entgegen dem Minimalismus als Modeerscheinung setzt sich Konstantin Grcic durch eine von menschlichen Bedürfnissen definierte Funktionalität ab, die er mit Blick auf Geistesschärfe und Humor und einem Anspruch maximal-formaler Stricktheit kombiniert. Viele seiner Produkte wurden bereits mit prestigeträchtigen Preisen ausgezeichnet.