Jake Burton Carpenter, geboren 1954 in Stowe, Vermont USA, gründete 1977 seine Firma Burton Snowboards. Warum gerade Burton so berühmt wurde, liegt wohl auch am Design der Snowboards.
Das Unternehmen ist für ständige Logo-Redesigns bekannt, welche es leicht machen, Boards oder Kollektionen zeitlich einzuordnen. Besonders umstritten ist dabei das 13-Logo, welches ein B darstellen soll, jedoch in bestimmten Kreisen als 13. Buchstabe im Alphabet als Initial für Marihuana interpretiert wird (Quelle: Wikipedia).
Es heißt, dass sich der US-Amerikaner Jack Burchett 1929 als erster Gedanken darüber machte, wie man aus Spanplatten, Pferdezügeln und Wäscheleinen eine fahrbare Unterlage bastelt, die Tauglichkeit für Schnee besaß. Seine Idee war aber rein privat und erreichte nie den Markt. Die gedanklichen Wurzeln des Snowboardens liegen im Surfen. Die beiden Wellenreiter Tom Sims und Sherman Poppen (beide USA) experimentierten 1963 mit alten Türen und großen Holzbrettern, auf denen sie Laschen montierten, um so das Surf-Feeling auf Schnee zu rekonstruieren (diese Boards wurden als „Snurfer“, ein Kunstwort aus Snow und Surfer, bezeichnet) (Quelle: Wikipedia).
Dimitrije Milovich, ein begeisterter Surfer, brachte 1970 erstmals Stahlkanten als zusätzliche Stabilisatoren an den Seiten des Bretts an. Die Technik war jedoch im Gebrauchsalltag zu jener Zeit nicht hilfreich und wurde daher bald wieder verworfen. Zwei Jahre später entwickelte Jake Burton, der Gründer der Firma Burton Snowboards, das Prinzip der Bindung entscheidend weiter, indem er verstellbare Gummiriemen als Fußschlaufen und Antirutschflächen auf das Board montierte, um so die Standsicherheit zu erhöhen.
Milovich nahm 1975 in Utah die Produktion von Snowboards mit dem Namen Winterstick auf. Die Modelle waren den heutigen zwar noch fern, doch entwickelte er Boards mit patentiertem Swallowtail (Schwalbenschwanz), um eine bessere Drehfreudigkeit zu erreichen. Die Stahlkanten seiner früheren Boards verschwanden wieder.
1977 produzierte Burton als erster eine Kleinserie seiner eigenen Board-Kreation, nachdem er im Vorjahr die Firma Burton Snowboards gegründet hatte. Mit 88 US$ setzte er den Preis jedoch zu hoch an, so dass sein Produkt zu diesem Zeitpunkt kein kommerzieller Erfolg wurde.
Im selben Jahr entwickelte Tom Sims ein Board mit verleimten Holzschichten. Dieses Brett verkaufte sich viel besser, da es mit weniger Arbeitsaufwand gebaut werden konnte. Dadurch sank der Verkaufspreis etwa um die Hälfte, also etwa auf 40 $. Das Problem im Verkauf war vor allem, dass damals die Snowboarder in den Skigebieten und an den Liften noch nicht gern gesehene Gäste waren.
Burton, Sims und Winterstick benutzten 1980 so genannte P-Tex-Beläge für ihre Snowboards und integrierten somit erstmals Technologien aus der Skiindustrie. Diese Entwicklung war den bisherigen „Snurfern“ weit voraus und ermöglichte bessere Kontrolle und neue Fahrmanöver.
In den 80ern entwickelten zwei Studenten aus Deutschland den Swingbo. Er bestand aus zwei Skiern, die mit einer Standplatte verbunden waren. Das ganze funktionierte wie ein Skateboard. Durch seine Stahlkanten ließ er sich besser steuern als ein Snowboard. Nicht viel später waren aber dann die meisten Snowboards auch wieder mit Stahlkanten ausgerüstet. 1980 beginnt Rossignol Blad mit der Massenproduktion von Snowboards in Europa.
Die erste europäische Snowboardfirma Hooger Booger entwickelte 1984 Race Boards mit asymmetrischer Taillierung, ein richtungsweisender Schritt für die Zukunft. In Stratton Mountain (USA) entwickelte man etwa zur selben Zeit die ersten speziellen Snowboard-Schuhe. Zuvor fuhr man in Moonboots oder in Wanderschuhen.
Burton und Sims produzierten ihre Boards ab 1985 serienmäßig mit P-Tex-Belag und Stahlkanten, womit der konstruktive Einfluss des Surfboards zu Ende ging.
1983 wurde auch der Film Apocalypse Snow von Regis Rolland gedreht. Er zeigte Snowboarder, die von Monoskifahreren verfolgt wurden. 1983 erschien auch der Film "Apocalypse Snow", ein gerade mal 32-minütiger französischer Skifilm, der entscheidend zur Popularität des Snowboardens in Europa beitrug. In den Hauptrollen: der französische Skiprofi Régis Rolland und ein Snowboard, das er sich aus den USA besorgt hatte. Rolland ließ sich für den Film mit dem Brett unter den Füßen aus gut zehn Metern Höhe aus einem Fesselballon direkt auf die Piste fallen, sprang über einen Zug oder machte einen Touch-Down bei einem absurden Snowboard-Football-Spiel. (Quelle: spiegel.de). Der Film war weltweit ein Erfolg. 1984 und 1986 folgten daraufhin Apocalypse Snow 2 und 3 und Regis Rolland wurde zum Markenzeichen dieses aufstrebenden Sports (Quelle: Burton Media.pdf).
1985 lieferte sich James Bond alias 007 "Im Angesicht des Todes" eine rasante Verfolgungsjagd. Die rückschrittlichen Bösewichter waren natürlich auf Skiern unterwegs, der stets für smarte Innovationen offene Agent, ritt ihnen locker auf einem Snowboard (auf einer Kufe von einem Schneemobil) davon (Bild: bondnet.de), (Quelle: spiegel.de).
Keine weiterführenden Ressourcen vorhanden.
Website von Burton Snowboards
Der Ziehvater des Snoboards - Jake Burton
Interview mit Jake Burton

Die österreichische Firma Kneissl brachte 1992 den ersten Carvingski auf den Markt (“Kneissl ERGO”), ein Vorreiter in Sachen Carving war aber sicher der Snowrider von Reinhard Fischer.